Plaqueansammlungen führen zu Zahnfleischbluten, ein häufiges Symptom von Gingivitis, Parodontitis und anderen Formen von Zahnfleischerkrankungen. Zahnfleischbluten kann jedoch auch auf andere Probleme hinweisen, wie Zähneknirschen, Diabetes, hormonelle Schwankungen oder Vitaminmangel.
Welche medizinischen Zustände können Zahnfleischbluten verursachen?
Oft ist es schwer, die genaue Ursache von Zahnfleischbluten zu erkennen. Dennoch sollten zugrunde liegende medizinische Zustände ausgeschlossen werden. Zu den Erkrankungen, die eine sofortige medizinische Behandlung erfordern können und Zahnfleischbluten umfassen, gehören:
Zahnfleischbluten durch HIV-Infektion
HIV ist eine Erkrankung, die aufgrund eines geschwächten Immunsystems zu schweren Infektionen führt. Die Infektion wird durch Blut oder direkten sexuellen Kontakt mit einer HIV-positiven Person oder von einer infizierten Mutter auf das Baby übertragen.
Nach einer HIV-Infektion können verschiedene gesundheitliche Probleme auftreten, darunter Zahnprobleme wie Zahnfleischbluten und Schmerzen im Mundraum, einschließlich Zunge, Lippen oder Mund. Diese Ursache kann nur durch serologische Tests bestätigt werden.
Zahnfleischbluten im Zusammenhang mit Anämie
Anämie ist ein Gesundheitszustand, der durch einen Mangel an roten Blutkörperchen verursacht wird. Eine Form der Anämie ist die perniziöse Anämie, die mit Vitamin-B12-Malabsorption zusammenhängt und ebenfalls Zahnfleischbluten verursachen kann.
Herpes-Infektion
Eine Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus kann starke Schmerzen, Entzündungen der Mundschleimhaut und Zahnfleischbluten verursachen, wenn das Zahnfleisch betroffen ist.
Zahnfleischbluten durch Stress
Stress kann zu Entzündungen des Zahnfleisches führen und es empfindlicher gegenüber Traumata machen. Außerdem löst er eine immunsuppressive Wirkung aus, die bakterielle Infektionen begünstigt und die normale Blutgerinnung hemmt.
Leukämie und Zahnfleischkrebs
Mundkrebs zeigt sich oft als schmerzlose Eruptionen auf der Zahnfleischoberfläche, an der Innenseite der Wangen oder der Zunge, häufig in Verbindung mit Zahnfleischbluten.
Leukämie kann ebenfalls Zahnfleischbluten verursachen, die Bildung unreifer oder nicht funktionaler weißer Blutkörperchen und einen Mangel an Thrombozyten. Weitere typische Anzeichen sind eine Vergrößerung von Milz, Leber und Lymphknoten.
Faktor-V-Mangel
Faktor-V-Mangel ist eine Blutungsstörung mit typischen Symptomen wie Zahnfleischbluten, subkutanen Blutungen, häufigen Blutergüssen oder Nasenbluten.
Welche Zahnkrankheiten können Zahnfleischbluten verursachen?
Gingivitis
Gingivitis bezeichnet eine Entzündung des Zahnfleisches und ist mit Zahnfleischbluten verbunden. Dieser Zustand ist jedoch behandelbar, wenn er frühzeitig erkannt wird, und kann durch richtige Mundhygiene verhindert werden. Risikofaktoren sind Rauchen, Diabetes, hormonelle Schwankungen (besonders bei Frauen) und Mundtrockenheit.
Parodontitis
Dieser Zustand kann ebenfalls Zahnfleischbluten verursachen und ist eine Folge unbehandelter Gingivitis. Er führt zur Lockerung des zahntragenden Gewebes und damit zu Zahnfleischbluten.
Zahnfleischbluten während der Schwangerschaft
Schwangerschaft führt zu hormonellen Schwankungen, die zu entzündetem und empfindlichem Zahnfleisch führen können. Gute Hygienemaßnahmen können das Bluten verhindern, aber die Beratung durch einen Zahnarzt ist wichtig, um Komplikationen zu vermeiden.
Andere Bedingungen
Andere Ursachen können ein Mangel an Vitamin C oder K sowie Zahnfleischtrauma sein.
Wie man Zahnfleischbluten zu Hause stoppt
Wenn Ihr Zahnfleischbluten innerhalb von zwei Wochen nicht abnimmt, vereinbaren Sie einen Zahnarzttermin.
In der Zwischenzeit können Sie Folgendes versuchen:
- Zwei- bis dreimal täglich putzen
- Einmal täglich Zahnseide verwenden
- Eine weiche Zahnbürste benutzen
- Mit warmem Salzwasser spülen
- Eine antibakterielle Mundspüllösung verwenden
- Rauchen vermeiden
Was passiert, wenn Sie Zahnfleischbluten ignorieren?
Zahnfleischbluten kann sich verschlimmern, insbesondere wenn Zahnfleischerkrankungen die Ursache sind. Unbehandelte Zahnfleischerkrankungen schädigen das Gewebe, die Bänder und den Knochen, der Ihre Zähne stützt, was zu einem Zyklus von Infektionen, Mundgeruch und sogar Zahnverlust führen kann.
Wenn eine andere Erkrankung das Bluten verursacht, können sich die Symptome verschlimmern, wenn sich die zugrunde liegende Erkrankung verschlechtert. Es ist am besten, einen Arzt für eine genaue Diagnose und Behandlung aufzusuchen.
Kann man Zahnfleischbluten verhindern?
Ja, in vielen Fällen. Um das Risiko durch Zahnfleischerkrankungen zu reduzieren, besuchen Sie regelmäßig Ihren Zahnarzt und pflegen Sie zu Hause gute Mundhygiene.
Einige Ursachen, wie hormonelle Veränderungen, Blutgerinnungsstörungen oder Leukämie, können jedoch nicht verhindert werden.
Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Zahnfleischbluten kann von selbst aufhören. Wenn es jedoch länger als zwei Wochen anhält, sollten Sie Ihren Zahnarzt oder Hausarzt aufsuchen. Sie können eine Behandlung des Zahnfleischblutens (z. B. Tiefenreinigung) empfehlen oder eine andere zugrunde liegende Erkrankung behandeln.
Fazit – Wie wird Zahnfleischbluten behandelt?
Das Verstehen und Beheben der zugrunde liegenden Ursache ist entscheidend. Zahnärztliche Behandlung ist erforderlich, wenn das Bluten durch Zahnprobleme verursacht wird. Liegt die Ursache in einer anderen Erkrankung, muss diese identifiziert und behandelt werden.
Gute Mundhygiene verhindert in der Regel die häufigsten Ursachen für Zahnfleischbluten.